Was sind A/B-Tests und wie nutze ich sie?

Beim E-Mail-Marketing und bei bezahlten Anzeigen sind wir darauf angewiesen, dass die Überschrift/ die Betreffzeile das Interesse des Benutzers weckt. Als nächster Faktor muss der Inhalt so konzipiert sein, dass auch weiter die Aufmerksamkeit des Lesers gehalten werden kann. Zum Schluss muss es einen auffälligen und eindeutigen Call-to-Action geben, damit es zu einer Conversion kommt.

Woran erkennen wir, ob wir die richtige Formulierung gewählt haben?

Mit dem sogenannten A/B-Test ist dies testbar. Dabei werden zwei Versionen einer Marketingbotschaft versendet und verfolgt, welche Version die erfolgreichere gewesen ist. Nach und nach finden Sie dann mit jeder Optimierung zu einer perfekten Vertriebs-Mail oder Anzeige.

Was ist bei der Verwendung von A/B-Tests zu beachten?

 

1. Nicht alles auf einmal ändern!

Grundsätzlich gilt: Nur ein Element pro Test sollte geändert werden, sonst können Sie nicht nachvollziehen, welcher Bestandteil zum Erfolg geführt hat. Ändert man erstmal nur die Betreffzeile wird klar, welche Version zu einer höheren Öffnungsrate geführt hat. Im nächsten Schritt kann dann der Inhalt oder der Call-to-Action geändert werden.

 

2. Nicht auf den ersten Test vertrauen

Nur weil eine Mail vermehrt geöffnet worden ist, als die andere im Test, sollte man nicht gleich voreilige Schlüsse ziehen. Sie brauchen mehrere Ergebnisse, um ein repräsentatives Bild zu erhalten. Man sagt, dass mindestens 100 E-Mails versendet werden müssen pro Test (50 jeweils mit einer Version), um ein Ergebnis zu erhalten.

 

3. Welche Elemente können getestet werden?

Betreffzeile: Hier entscheidet es sich, ob eine E-Mail geöffnet wird. Das zu verfolgende Ziel ist also die Öffnungsrate. Getestet werden kann die Formulierung, die Länge und die Konkretisierung. Wie Sie zu einer optimalen Betreffzeile finden, erfahren Sie hier.

Anrede: Ist die Anrede formal oder vertraut? Welche Ansprache sind Ihre Kunden auf anderen Plattformen von Ihnen gewohnt? Ein persönlicherer Ton ist in manchen Vertriebs-E-Mails hilfreich. Ist Ihre Zielgruppe aber an das „Sie“ gewohnt, sollten Sie es nicht unbedingt ändern. Ein Test kann Ihnen da Klarheit bringen.

Tonfall: Auch hier gilt zu entscheiden: formal oder lockerer? Haben Sie sich für eine Variante entschieden, sollte diese auch beibehalten und nicht zu oft gewechselt werden.

Call-to-Action: Wie fordern Sie den Kunden zum Handeln auf? Mit einer Frage, einer Aussage oder einer Auswahlmöglichkeit in Verbindung mit einer Frage?

Beispiel: „Für welche Variante entscheiden Sie sich?“ Haben Sie zwei Auswahlmöglichkeiten, müssen Sie natürlich auch zwei Interaktionsmöglichkeiten, etwa in Form von Buttons, anbieten.

Anzahl der Links: Ob ein konkreter Link oder mehrere Links angeboten werden, hängt von dem Ziel der Mail ab. Man sollte nicht zu viele Handlungsaufforderungen an den Kunden stellen. Mit dem Test können Sie herausfinden, welche Anzahl auf die größte Interaktionsrate trifft.

Länge der Nachricht: Wie viel ist Ihr Kunde bereit zu lesen? Versuchen Sie möglichst schnell zum Punkt zu kommen und lassen Sie unnötiges Beiwerk beiseite. Eine gute Strukturierung ist ebenfalls wichtig, da der Kunde meistens nur nach Ankerpunkten den Text scannen wird.

Versandzeit: Testen Sie unbedingt aus, wann Ihre Kunden am ehesten die E-Mails lesen oder mit den Anzeigen interagieren. Dies kann von Kunde zu Kunde unterschiedlich sein, aber in den meisten Fällen kristallisiert sich eine Tageszeit doch hervor.

 

Der Prozess zur optimalen Marketing-E-Mail ist langwierig und wird sich auch immer wieder ändern. Sie sollten daher auch die Tests immer wieder durchführen, denn was heute noch funktioniert hat kann durch neue Marketingtrends verdrängt worden sein. Sie können mit den A/B-Tests den für Ihr Unternehmen besten Weg herausfinden. Je mehr Sie testen, desto erfolgreicher werden Ihre E-Mails und Anzeigen.

 

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