11 Tipps für eine optimale Betreffzeile

E-Mail-Marketing ist im Vergleich zu anderen Marketingmaßnahmen günstig, aber genauso effektiv, wenn man den Kunden dazu bekommt, die E-Mail zu öffnen. Der wichtige Faktor dabei? Die Betreffzeile.

Sie kennen das sicherlich selbst, es erreichen Sie mehrere E-Mails am Tag, viele davon möchten Ihnen etwas verkaufen. Ob wir die E-Mail öffnen und die erste Hürde für Verkäufer damit nehmen, hängt von der Aussagekraft der Betreffzeile ab.

Welche Faktoren sind ausschlaggebend?

 

1. Auf einen Blick erfassbar sein

Die Aussage sollte kurz und bündig sein. Auf keinen Fall sollte Sie von dem E-Mail-Programm abgeschnitten werden. Da ein Großteil der E-Mails über das Handy abgerufen wird, gilt auch hier: Mobile first. Das kleinste Maß sollte also als Parameter für die Länge genutzt werden. Kann der Kunde nicht lesen, um was es in der E-Mail geht, wird er die Benachrichtigung wegdrücken und die E-Mail vergessen. Streichen Sie daher alle unwichtigen Informationen aus Ihrem Betreff.

 

2. Realistische Angebote

Wenn Sie in der Betreffzeile etwas versprechen, muss es auch im Inhalt der E-Mail wiedergefunden werden. Es bringt Ihnen nichts, wenn jemand die E-Mail aufgrund eines großartigen Angebots öffnet und dann enttäuscht die Mail löscht, weil sich das Versprechen als falsch herausgestellt hat. Das schadet nur dem Vertrauen und der Öffnung zukünftiger Angebote.

 

3. Zeitpunkt

Wenn Ihr Betreff auf einen bestimmten Zeitpunkt abzielt (eine Uhrzeit, einen Wochentag oder eine Jahreszeit), dann sollte der Versand auch darauf ausgerichtet werden. Die Öffnungsrate ist dann höher, wenn der Lesen den Betreff gerade nutzen könnte.

 

4. Auf den Punkt oder geheimnisvoll?

Tendenziell erreichen Sie mit klar, auf den Punkt formulierten Aussagen mehr Aufmerksamkeit. Sprechen Sie ein konkretes Problem an, das der Kunde gerade hat, ist die Chance hoch, dass er den Inhalt lesen wird. Aber auch vage Aussagen können bei einigen Zielgruppen von Vorteil sein. Die Neugier ist ein Faktor, der zu der Öffnung führen kann. Hier ist es wichtig, Ihre Zielgruppe gut einschätzen zu können.

 

5. Zahlen verwenden

Zahlen werden mit Fakten assoziiert. Wenn Sie nun 10 Tipps anbieten, weiß der Kunde, dass er zehnmal einen Mehrwert zu dem Thema erwarten kann. Zahlen heben sich außerdem in der Betreffzeile ab und erregen die Aufmerksamkeit in der Fülle der E-Mails im Postfach. Rabatte/ Vorteile sind auch gerne in der Betreffzeile gesehen, da sie auf eine Aktion hinweisen, die meistens zeitlich begrenzt ist und eine schnelle Handlung erfordert.

 

6. Dringlichkeit

Geht es in Ihrer E-Mail um ein zeitlich limitiertes Angebot, können Sie dem Kunden dies schon in der Betreffzeile klarmachen. So signalisieren Sie ihm, dass er zeitnah handeln sollte, wenn er von dem Angebot auch profitieren möchte. Passen Sie aber auf, dass Sie nicht zu sehr in einen Befehlston fallen und den Kunden womöglich verschrecken oder zu sehr unter Druck setzen.

 

7. Fragen stellen

Formulieren Sie ein mögliches Kundenproblem und sprechen ihn konkret damit an: „Nutzen Sie bereits diese 12 Tipps, um mehr Kunden zu gewinnen?“ Mit Fragen können Sie Neugier bei dem Kunden wecken, aber auch den Bedarf an etwas auslösen: „Erreichen Ihre Marketingmaßnahmen die Kunden nicht optimal?“ Antwortet der Kunde mit „ja“, wird er höchstwahrscheinlich die E-Mail öffnen.

 

8. Vermitteln Sie Exklusivität

Menschen stehen gerne im Mittelpunkt. Wenn Sie nun eine Formulierung wählen, die das unterstreicht, führt das zu einer höheren Öffnungsquote. Darunter fallen Sätze wie: „Exklusiv für Sie!“, „Ihr Geschenk von uns“, „Exklusives Angebot“, „Eine exklusive Auswahl, für Sie zusammengestellt“. Hier sprechen Sie sehr stark auf einer emotionalen Ebene, die meistens auch Entscheidungsträger ist.

 

9. Handlung

Sie können auch im Betreff schon zu einer Handlung auffordern. Stellen Sie das Verb dazu an den Anfang: „Fangen Sie jetzt mit der Optimierung Ihrer Website an!“ „Warten Sie nicht länger!“

 

10. Keine reinen Großbuchstaben

Online bedeutet das Schreiben in reinen Großbuchstaben „schreien“ und sollte daher nicht verwendet werden. Auch ist die Aussage dann nicht mehr gut lesbar und wird meistens ignoriert oder gelöscht. Dasselbe gilt auch für zu viele Ausrufezeichen, da sie als Spam wahrgenommen werden.

11. Die richtige Markensprache verwenden

Wenn Sie den Archetyp Ihres Empfängers kennen, können Sie die Betreffzeile so schreiben, dass sie der Sprechweise dieses Archetyps entspricht. Wie genau die Archetypen sprechen, erfahren Sie hier.

 

 

Beispiele für geläufige Formulierungsmöglichkeiten:

Die „Wenn…, dann…“ Formulierung

„Wenn Du an einer höheren Öffnungsrate interessiert bist, dann brauchst Du diese Tipps!“

Die Ansprache ist dabei direkt, Sie können für den „Wenn-Teil“ ein Problem, ein Interessensfeld oder Ähnliches einsetzen. Der „Dann-Teil“ zeigt die Lösung oder den Bedarf an.

 

Persönliche Ansprache mit Frage

„Ist Deine Website auch in allen Bereichen DSGVO konform?“

Mit Fragen können Sie Gefühle in dem Leser hervorrufen: Die Angst, etwas zu verpassen oder falsch zu machen, Träume aufbauen oder Bedarf wecken. Die Frage sollte so formuliert sein, dass man seine eigene Situation auf die Frage bezieht. Man fängt an, sich Gedanken zu machen, ob man nicht besser noch einmal überprüfen sollte, ob man alles richtig macht. Dann hat man die Aufmerksamkeit des Lesers erregt.

 

Frage ohne Bezug

„Machst Du mit?“ oder „Würdest du DAS für Geld machen?“

Stellt man eine Frage, die nicht erkennen lässt, was das Thema eigentlich ist, weckt das die Neugier. Erst wenn man die Mail öffnet, erfährt man, worauf die Frage abgezielt hat.

 

Der Cliffhanger

„Exklusiv für Sie herausgesucht: Unsere…“

Ersetzen Sie den wichtigen Teil der Aussage mit drei Punkten, so dass das Interesse geweckt wird und man auf die Mail klicken muss, damit man versteht, worum es geht. Wir tendieren dazu, Sätze vollständig wahrnehmen zu wollen. Lässt man etwas offen, arbeitet der Verstand daran, es zu vervollständigen. Hier sind die wichtigen Informationen aber erst durch das Öffnen der Mail zu finden.

 

„Erinnerst Du dich noch an…“ Formulierung

„Erinnerst Du dich noch an den letzten Strandurlaub?“

Mit dieser Formulierung können Sie ein Gefühl in dem Leser heraufbefördern, das er in einer bestimmten Situation empfunden hat und mit dem er positive Assoziationen verbindet. Bei der Frage kommen sofort die Bilder und Gefühle des letzten Urlaubes wieder in den Sinn, der Strand, das Rauschen der Wellen, die entspannte Atmosphäre. Welche positiven Erinnerungen können mit Ihrem Inhalt der Mail verbunden werden?

 

Werte vermitteln

„Umweltschonende Tipps für den Flyerdruck“

Wenn Sie Werte im Betreff verwenden, die Ihre Kunden teilen, dann ist die Chance auf eine Öffnung der Mail groß. Sie müssen daher die Werte Ihrer Kunden kennen und dementsprechend auch die Gruppen segmentieren.

 

„Endlich eingetroffen“ Formulierung

„Deine 10 wichtigen Marketingtipps sind da!“ oder „10 SEO Tipps warten auf dich!“

Wenn man weiß, welche Themen die Zielgruppe interessiert, kann man den Betreff der E-Mail so formulieren, als ob der Empfänger schon lange darauf gewartet hat. Als ob gerade etwas Bestelltes eingetroffen ist.

 

„Nur öffnen, wenn …“ Formulierung

„Nur öffnen, wenn Du Erfolg mit Deinem Newsletter haben möchtest“

Man erwartet bei jeder Mail eigentlich, dass man aufgefordert wird, die Mail zu öffnen. Hier findet eine Einschränkung statt und man kriegt ein eher negatives Gefühl. Es wird der Gedanke an eine elitäre Gruppe angesprochen, denn man sollte die Mail nur öffnen, wenn man zu dieser Gruppe gehören möchte, die etwas umsetzt.

Mit diesen Tipps können Sie Ihre optimale Betreffzeile verfassen. Behalten Sie dabei immer Ihre Zielgruppe im Auge und dass Sie einen Mehrwert vermitteln. Wenn Sie die Wirkung testen möchten, bieten sich A/B-Tests an. So können Sie messen, ob Ihre Formulierung auch auf Ihre Zielgruppe abgestimmt ist.

 

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