Brauchen wir Printprodukte in der digitalen Zeit eigentlich noch?

|   Markenkommunikation

Haben Printprodukte noch Aussagekraft oder sollte man besser nur noch auf digitale Medien setzen?

Es lässt sich nicht bestreiten, dass sich vieles heute fast ausschließlich im Online-Bereich abspielt. Fast jeder besitzt ein Smartphone und nutzt dieses als erste Quelle, wenn er sich informieren möchte. Es ist ja auch praktisch, wenn man unterwegs ist und einfach mal kurz nachschauen kann, wann die Ausstellung eröffnet oder wo gerade verkaufsoffener Sonntag ist.

 

Obwohl sich so viele Bereiche in das Digitale verlegt haben, existieren immer noch Print-Kampagnen – und das zu Recht.

 

Wenn Sie mit der U-bahn unterwegs sind und zu den wenigen gehören, die nicht die ganze Zeit in ihr Handy starren, kommen Sie gar nicht umhin, die Anzeigen in den Wagen wahrzunehmen. Das gleiche gilt an den Bahnhöfen mit den Hintergleisplakaten. Und je öfters man ein Plakat sieht, desto besser bleibt das auch im Gedächtnis. In Berlin ist die BVG ein gutes Beispiel, die ein gutes Marketing-Konzept verfolgen und sehr präsent sind.

 

Crossmedial

Aber auch in der Printwelt hat sich einiges getan. Die Plakate und Anzeigen sind nicht mehr nur reine Informationsträger auf Papier, die man überfliegt und weitergeht. Durch crossmediale Ansätze, wie etwa QR-Codes, lassen sich die digitale Welt und die Printwelt miteinander kombinieren. Man interagiert nun auch mit den Plakaten anstatt sie nur wahrzunehmen.

Auch existieren immer noch Printkataloge in erstaunlicher Menge. Selbst reine Online-Versandhäuser wie Zalando drucken einen Teil ihres Angebots in Katalogen mit ästhetisch aufbereiteten Fotomotiven und einem Anteil an redaktionellem Inhalt, der über die reine Verkaufspräsentation hinausgeht. Auch der Ikea-Katalog wird noch gerne angefordert. Man nutzt diese Kataloge als Inspiration, gemütlich von zuhause aus und bestellt dann aber meistens online, einfach weil es unkomplizierter und schneller ist.

 

Aus der Masse vervorstechen 

Hochwertige Printprodukte wie Flyer oder Broschüren mit besonderen Papieren oder Highlights wie Lackelemente sind nachhaltiger als die Massenproduktion und werden gerne auch noch aufgehoben. Gerade wenn man in direktem Kundenkontakt gerät, wie auf Messen oder im Kundengespräch ist eine visuelle Stütze, die man dem Kunden an die Hand geben kann, einprägsamer als nur eine Online-Präsentation.


Unser Fazit

Auch wenn sich vieles mittlerweile online abspielt, sollte man doch nicht ganz auf die Printprodukte verzichten. Eine Verknüpfung der beiden Medien ist die sinnvollste Methode (einen Printflyer kann man ohne Probleme auch auf der Website als PDF zum Download anbieten). Unter Umständen kann man auch mit seinem Printprodukt herausstechen, wenn die Konkurrenz nur noch Online unterwegs ist.

 

Hier haben wir noch ein paar Tipps zum Thema Printprodukte zusammengefasst
  • sind meistens nachhaltiger und wertiger
  • sinnliches Erlebnis (bei hochwertigem Druck)
  • zur Inspirationssammlung
  • redaktionelle Teile einbauen (Mehrwert darstellen)
  • ungewöhnliche Formate wählen
  • Haptik ausnutzen
  • unterschiedliche Papiersorten nutzen
  • Veredelungen wie Lackierungen nutzen
  • auch mit geringem Budget sind mittlerweile in Online-Druckerein qualitätsvolle Produke möglich

 

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